Das Museum befindet sich in einer ehemaligen jüdischen Möbelfabrik in Kazimierz, dem früheren jüdischen Stadtteil Krakaus. Am 17. April 2004 hat das Museum seine Pforten für die Öffentlichkeit geöffnet.
In dieser einzig zu Ausstellungszwecken umgestalteten und 920 Quadratmeter großen Fabrikhalle befindet sich ein großer Ausstellungsraum und ein Café. Der Buchshop des Museums bietet eine Auswahl polnischer, englischer und deutscher Bücher zu jüdischer Geschichte, jüdischem Leben, dem Holocaust sowie Judaistik. Zum Museum gehören ebenfalls ein kleiner Museumsshop und ein Seminarraum.
Das Galicia Jewish Museum wurde von Chris Schwarz gegründet, der über zwölf Jahre lang die baulichen Überreste jüdischer Kultur und Zivilisation im polnischen Galizien in Form von Fotos dokumentiert hat. Diese Fotos haben nun in Polen, dem Land dem sie sich widmen, ein Zuhause gefunden.
Die Hauptausstellung "Spuren der Erinnerung - Eine Fotoausstellung in Gedenken der Juden Galiziens" besteht aus 150 großformatigen Farbfotografien, die darstellen, was von der einst reichhaltigen jüdischen Kultur des polnischen Galizien erhalten geblieben ist.
Die jüdische Kultur hat sich in Polen über einen Zeitraum von mehr als 800 Jahren entwickelt bevor sie während des Holocaust auf brutalste Weise zerstört wurde. Heute wird die jüdische Vergangenheit Polens durch die Bilder und Grausamkeiten von Auschwitz überschattet. Aber um diese jüdische Vergangenheit in ihrer Ganzheit zu begreifen, müssen diesen Bildern weitere hinzugefügt werden: Spuren der Erinnerung, die in den Städten und Dörfern, in denen einst das jüdische Leben blühte, wiederzufinden sind.
Die Ausstellung besteht aus fünf Teilen, entsprechend verschiedener möglicher Herangehensweisen an die Thematik: Traurigkeit in der Konfrontation mit den Ruinen; Interesse an der ursprünglichen Kultur; Entsetzen über die Vernichtungsmaschinerie und schließlich Anerkennung für das Bemühen, die Spuren der Erinnerung zu erhalten. So sind am Schluss der Ausstellung einige Menschen zu sehen, die am Gedenken und der Wiederbelebung der jüdischen Vergangenheit Polens beteiligt sind.
Führungen:
Das Museum bietet Führungen durch die Ausstellung und somit die Möglichkeit, mehr über die Hintergründe und die Entstehung der Ausstellung zu erfahren.